Durch dieses Bündnissystem konnte Zürich die politische Isolation als Folge der Reformation überwinden. * 05.09.1638 LUDWIG XIV. So konnte etwa Karl V. 1548 Konstanz erobern, rekatholisieren und in seinen Herrschaftsbereich eingliedern, ohne dass die Eidgenossenschaft interveniert hätte. B. auch Valdenser, und Orthodoxe, als Mitchristen, entgegen der damaligen römisch-katholischen Sicht. Während der Herrschaft des französischen Königs Ludwig XIV. Jahrhundert wurde Zürich unter Huldrych Zwingli und seinem Nachfolger, Heinrich Bullinger, zum Ausgangspunkt und Zentrum der Reformation in der deutschsprachigen Schweiz. Letztere besiegten das Zürcher Heer im Oktober 1531 bei Kappel. Der Schweizer Bauernkrieg wurde 1653 durch eine Erhebung im Luzerner Entlebuch ausgelöst, die auch den Aargau, Basel, Solothurn und den westlichen Teil des Kantons Bern erfasste. Damit wurden die Spannungen zwischen Reformierten und Katholiken weiter abgebaut. Sie gerieten in Konflikt mit Zwingli, weil sie 1524 eine staatsfreie Kirche forderten und seit 1525 entgegen den Befehlen des Zürcher Rats die Taufe ihrer Kinder verweigerten. Er verfasste 1566 zusammen mit Jean Calvin die Confessio Helvetica posterior, das zweite Helvetische Bekenntnis, das in 30 Artikeln die Lehren Zwinglis und Calvins zusammenfasste. Februar 1529), Basel (3. Der Konflikt führte letztlich zur Ermordung und Vertreibung der Reformierten aus den Bündner Untertanengebieten (→ Veltliner Mord). Ein Kinofilm über das Leben des Predigers zeigt, … Vornehm, sachlich, auch selbstkritisch, ein klar denkender Programmatiker und politischer Kopf, kein Draufgänger wie Luther. Sittenmandate der Stadtbehörden verboten das Schwören, Fluchen, das Spiel mit Karten und Würfeln, Schmuck und Luxus, kurzweilige Vergnügungen sowie die Fasnacht. Der Zweite Kappeler Landfriede vom 20. Nach CALVINS Tod gingen die reformierten Kirchen in den genannten Ländern zum Teil ihre eigenen Wege. Als im Oktober ein katholisches Heer an der Grenze erschien, zog Zwingli persönlich mit einer Zürcher Streitmacht aus und fand in der Schlacht bei Kappel am 11. Jahrhundert reichenden Überlieferung steht die erste Lebensbeschreibung Huldrych Zwinglis von Oswald Myconius, die 1536 erstmals gedruckt erschien.[3]. In der Westschweiz sorgte Bern in den Gemeinen Herrschaften Murten, Echallens, Orbe und Grandson für eine fast vollständige Konversion. In Basel wurde die Reformation jedoch anders als in Zürich und Bern nicht auf Betreiben der Stadtregierung, sondern durch eine eigentliche Revolution der Stadtbevölkerung und der Zünfte durchgesetzt. zum Katholizismus 1593 und das Ende der Hugenottenkriege führten zu einer Entspannung. Calvin betonte, dass sich die Erwählung in einem christlichen Leben ausdrücken müsse. Strafgericht von Thusis, bei dem unter der Führung der reformierten Prädikanten unter Jörg Jenatsch zahlreiche führende Katholiken und Parteigänger der Familie Planta bzw. Bern und Zürich liessen sich auch nicht in ein reformiertes Sonderbündnis mit Schweden ziehen. und die Entstehung der anglikanischen Kirche im 16. Da die Grossbauern der Landschaft nicht wie das Patriziat in den Städten Anteil an der Leitung des Staates als Beamte oder Offiziere hatten, schwand ihr politischer Einfluss drastisch. Die katholischen Stände verfügten zwar über die absolute Mehrheit an der Tagsatzung (sieben katholische Stimmen gegenüber vier reformierten; Appenzell und Glarus waren konfessionell gespalten), sahen aber ihren Einfluss schwinden, da sich die Mehrheit der Bevölkerung in der Eidgenossenschaft zu diesem Zeitpunkt dem neuen Glauben angeschlossen hatte und mit der Mehrheit der Städte auch der wirtschaftliche Schwerpunkt bei den Reformierten lag. Bucer und Capito wollten in der Abendmahlsfrage zwischen den Reformierten und den Lutheranern vermitteln, was aber misslang. Im Koreakrieg, der von 1950 bis 1953 dauerte, standen sich zwei Staaten mit unterschiedlicher Gesellschaftsordnung... Der Nil ist die Lebensader Ägyptens, weil in seinem Tal und im Nildeltal inmitten lebensfeindlicher Wüsten in rund... Der Trojanische Krieg ist ein wichtiger Teil der griechischen Mythologie. Der Austausch von Truppen und kriegswichtigen Gütern zwischen Süddeutschland und dem spanischen Herzogtum Mailand bzw. 01.11.2019. Der sich seit 1516 aufbauende habsburgisch-französische Gegensatz spaltete die Eidgenossenschaft zudem in zwei Lager, die jeweils ein Soldbündnis mit Frankreich oder Habsburg bzw. Die reformierten Reichsstädte Konstanz und Strassburg (→ Hirsebreifahrt) waren zwar zeitweise mit einzelnen reformierten Orten verbündet, konnten sich jedoch längerfristig nicht gegen die übermächtigen Landesherren Habsburg und Frankreich behaupten. Es sollen einige der zahlreichen Gründe angegeben werden, warum die Kirche reformbedürftig war, und einige der Ziele, die Zwingli verfolgte. Jahrhundert in ruhigen Bahnen. Die Verbreitung der katholischen Reform und die Eindämmung der Reformation oblagen dem Jesuitenorden und der Inquisition; politisch wurde die Gegenreformation von den katholischen Fürsten, insbesondere von Spanien vorangetrieben und finanziert. Ein Schulterschluss zwischen Lutheranern und Reformierten scheiterte jedoch sowohl an den religiösen Gegensätzen (→ Marburger Religionsgespräche) als auch an den politischen Partikularinteressen Berns und Zürichs. Der Schweizer Reformator Zwingli hält am 1. Führer beider Parteien arbeiteten in der zweiten Hälfte des 16. Er kritisierte besonders die eidgenössische Praxis des Zusammenlebens mit den Reformierten und das Prinzip der Parität, das in einzelnen Gemeinden dazu führte, dass Reformierte und Katholiken die Kirchen gemeinsam benützten. Die katholischen Orte verloren stark an Einfluss, das Prinzip der Parität wurde in den Gemeinen Herrschaften durchgesetzt; die katholische Vormachtstellung war also gebrochen.[34]. April 1529 in Waldshut eine «Christliche Vereinigung» mit Ferdinand von Habsburg-Österreich, dem Regenten der Vorderösterreichischen Ländereien. Täufer, die die sogenannte Wiedertaufe praktizierten, wurden sogar mit dem Tod bestraft und grausam verfolgt. Der mailändische Condottiere Gian Giacomo di Medici überfiel im März 1531 die bündnerischen Untertanengebiete im Veltlin mit dem Argument, dort die Reformation bekämpfen zu wollen. Die Täufergemeinden in Zürich, Basel, Schaffhausen und in anderen Regionen wurden dagegen ausgelöscht. 1518 scheint Zwingli erstmals mit den Ansichten Martin Luthers in Kontakt gekommen zu sein. In Zollikon gründeten sie eine erste Gemeinde, deren Mitglieder die Erwachsenentaufe empfingen und in ihren Häusern das Abendmahl feierten. Besonders die Urkantone wehrten sich heftig gegen die Reformation. Ulrich Zwingli, 1484–1531 In der Schweiz wirkten zwei international bedeutende Reformatoren: Ulrich Zwingli und Johannes Calvin. Nach dem Tod Zwinglis führt Heinrich Bullinger sein Werk fort. Etwa ab dem Jahre 1514 beschäftigte sich ZWINGLI mit den Schriften des großen Humanisten ERASMUS VON ROTTERDAM, der zu dieser Zeit in Basel lebte. Die Genfer Reformation übernahm nicht einfach Luthers Lehren, sondern hatte Vorläufer in Genf, im heutigen Frankreich und in Oberitalien, z. 1524 beschloss die Tagsatzung in Luzern, dass die ganze Eidgenossenschaft beim alten Glauben verbleiben solle. Eine besonders nachhaltige literarische Tradition stellen die im Umfeld der Zürcher Hohen Schule entstandenen Biografien der Zürcher Theologen dar. sowie soziale Anliegen verbanden sich mit religiösen Forderungen. Ulrich (oder Huldrych) Zwingli, 1484-1531 1615 erweiterten Bern und Zürich deshalb ihr Bündnissystem, indem Sie wie die Drei Bünde mit Venedig eine Allianz eingingen, um ein Gegengewicht gegen das spanische Bündnis der katholischen Orte zu bilden. Auf der gesamteidgenössischen Ebene blieb der Einfluss der Reformation durch das Stimmenverhältnis an der Tagsatzung zunächst beschränkt. Die bedrohten Drei Bünde gingen die Eidgenossenschaft um militärische Hilfe an, die jedoch von der katholischen Mehrheit der Tagsatzung verweigert wurde, da die Bündner ja erwiesenermassen vom «rechten Glauben» abgefallen seien. 10 Jahre nach seinem Tod führte CALVIN in Genf das reformatorische Werk ZWINGLIS fort. Theater und Tanz, Karten- und Würfelspiele waren verboten. Damit betrachtete er Gläubige aus allen Kirchen, z. 1528 erreichten die Zünfte die Glaubensfreiheit für die Reformierten. Die Räte sympathisierten deswegen zwar mit Zwinglis und Luthers Angriffen auf die katholische Kirche, wollten aber ursprünglich keinen Bruch mit Rom riskieren. Seit der Illanzer Disputation war die Reformation im Gebiet der Drei Bünde zugelassen, gegen den Widerstand des Bischofs von Chur, führender katholischer Familien sowie Habsburg, das noch immer über Herrschaftsrechte in zahlreichen Hochgerichten im Prättigau sowie im Unterengadin und im Vinschgau verfügte. 1633 verletzten schwedische Truppen die Grenzen der Eidgenossenschaft, indem sie von Stein am Rhein auf der Schweizer Seite des Rheins nach Konstanz zogen. Andere Zugewandte Orte wandten sich ganz der Reformation zu, so Biel, Neuenburg und die Stadt St. Gallen, oder bekämpften die Verbreitung des neuen Glaubens mehr oder weniger erfolgreich wie die Fürstabtei St. Gallen oder das unter dem Einfluss des Bischofs von Sitten stehende Wallis. Als Beginn kann das Wirken Huldrych Zwinglis ab 1519, als Ende der Konfessionalisierung der Zweite Villmergerkrieg 1712 gesehen werden. Dadurch sollte in der Absicht von Papst Paul III. Solothurn und Basel milderten nach Aufmärschen der Bauern die Abgaben geringfügig. Die Ursachen der Französischen Revolution lagen in der Krise des absolutistischen Staates. Mai 1532 schien auch die Ostschweiz definitiv an die Reformation zu fallen, als auf Druck von Zürich und Glarus der Fürstabt von St. Gallen das Kloster und das Toggenburg an die Stadt St. Gallen verkaufte. [7] Trotzdem fanden die Täufer unter Kleinbürgern und Bauern Anhänger und verbreiteten sich im Zürcher Oberland, im heutigen Kanton St. Gallen, in Appenzell, im Aargau und im Kanton Bern. Die Eidgenossenschaft sah sich mangels eines Aufgebots nicht in der Lage einzuschreiten. Damit fehlte das Geld zum Aufbau grosser stehender Heere und der zeitgenössischen Bürokratie. Im Pfälzischen Krieg und im Spanischen Erbfolgekrieg erlaubten die reformierten Orte deshalb dem Kaiser wie auch den Niederlanden die Werbung von Söldnern. Jahrhunderts von Großbritannien aus. https://www.zhref. Im weiteren Verlauf des Dreissigjährigen Krieges wechselten die Bünde mehrmals die Koalitionen zwischen Habsburg-Spanien, Habsburg-Österreich, dem Papst, Venedig und Frankreich. Gefeiert wird Huldrych Zwingli. Erst die Konversion Heinrich IV. Die Spannungen zwischen den beiden konfessionellen Lagern erreichten einen Höhepunkt. Auch in der Schweiz kam es dank Ulrich Zwingli zur Reformation, die sogar noch weiter ging als in Deutschland und ganz speziell – in der Schweiz wurde die Reformation nicht von oben (wie bei Luther durch die Kurfürsten) eingeleitet, sondern sie wurde auch zu einer einmaligen Volksbewegung. In Appenzell wurde ein ähnliches Verfahren gewählt, so dass sich 1525 jede Kirchgemeinde für oder gegen die Reform entscheiden musste. Nach Kontakten mit Zwingli, Luther und dem elsässischen Reformator Martin Bucer schloss sich Oekolampad in der Abendmahlsfrage der Position Zwinglis an. 1618 führten die Aktivitäten der spanischen und venezianischen Agenten zum Ausbruch des offenen Krieges zwischen den Parteien in den Drei Bünden, weshalb deren Gebiet während der sog. Die Täufer forderten das Recht zur Predigt, verweigerten den Eid und den Kriegsdienst sowie die Integration in die Staatskirche Zwinglis und wurden deshalb von der Obrigkeit scharf verfolgt. Die Verminderung der Rechte ging mit einer weiteren Monopolisierung von Handel und Gewerbe durch die Städte einher. Viele Einwohner betätigten sich als Handwerker. Jh. Die Gründungssage Roms beginnt mit dem Ende des Trojanischen Krieges. Die Konfessionsgrenzen waren nun auch in Bünden endgültig gezogen, wenn auch als Resultat der Parität in vielen Gemeinden ein «Flickenteppich» der Religionen entstand. vor den aufständischen Hugenotten auf der Flucht von Meaux nach Paris. Weiter drang von Bern aus der neue Glaube in die südlichen Gebiete des Fürstbistums Basel ein, wo die als eidgenössisch geltenden Städte Biel, La Neuveville sowie die Talschaften Erguel und Moutier reformiert wurden. Durch die Ausbreitung der Reformation kam es zu einer katholischen Abwehrbewegung, die im späten 18. Das Bündnis der katholischen Orte mit Savoyen und die Kriege gegen die Hugenotten in Frankreich liessen auch die reformierten Orte näher zusammenrücken. 1531 wurde mit der Zürcher Bibel drei Jahre vor der Wittenberger Bibel eine Gesamtausgabe in einer schweizerdeutschen Version gedruckt. Deshalb gestand Calvin den drei Ständen auch ein beschränktes Widerstandsrecht zu, so dass der Calvinismus zu einem der entschiedensten Gegner des Absolutismus (→Monarchomachen) und zu einem Wegbereiter der Demokratie wurde. Huldrych Zwingli (1484–1531) stammte aus dem oberen Toggenburg und war Sohn eines Bergbauern, der in der lokalen Politik als gewählter Ammann tätig war. Er hoffte, die ganze Eidgenossenschaft nach dem Vorbild Zürichs reformieren zu können. In Ost- und Südosteuropa fand der Calvinismus Anhänger in Polen, Ungarn und Siebenbürgen. Weiter wurde der Landbevölkerung politische Mitsprache in Steuerfragen und bei der Entscheidung über Krieg und Frieden eingeräumt. Reformationsspiel. Die Unterschiede zu Luther lagen. Der fundamentale konzeptuelle Konflikt zwischen einem souveränen, allmächtigen, guten und gerechten Gott, der aber nur soweit verstanden werden kann, wie er sich dem Menschen offenbart, im Kontrast zum sich entwickelnden Konzept der Aufklärung, welche die menschliche Vernunft zur höchsten moralischen Autorität erklärt und sie damit zum Richter über Gottes Gerechtigkeit setzt, wirkt bis heute nach. In Bern und Schaffhausen kam es hingegen zu keinerlei Zugeständnissen an die Bauern, deren Protestbewegungen mit Gewalt unterdrückt werden. Die Aufnahme der mit den reformierten Orten verbündeten Städte Genf, Konstanz und Strassburg in die Eidgenossenschaft verhinderten die katholischen Orte durch die Mehrheit ihrer Stimmen in der Tagsatzung. Das Fürstbistum Basel überlebte die Reformation, der Bischof wurde für den Verlust der Stadt und seiner Rechte finanziell abgefunden, aber der Rechtsstreit um das Basler Münster, das eigentlich die Bischofskirche der Diözese war, dauerte noch bis 1639. 1602 unterzeichneten bis auf Zürich alle souveränen Orte und Zugewandte die Erneuerung der Soldallianz mit Frankreichs König Heinrich IV., womit zum ersten Mal seit der Glaubensspaltung wieder alle Orte in einem Vertrag mit einer ausländischen Macht verbunden waren. Die Unruhen unter den Schweizer Bauern blieben insgesamt im Vergleich mit den Exzessen des Deutschen Bauernkriegs relativ harmlos. Genf wurde durch diese Akademie zum Mittelpunkt reformierter Gelehrsamkeit in Europa und erhielt in der frühen Neuzeit den Titel eines «protestantisches Roms». Die Reformation war also keine einheitliche Bewegung. Da man sich streng an den Wortlaut der Bibel hielt, wurden folgende Regelungen verfügt, wobei sich der Rat der Stadt zur kirchlichen Obrigkeit ernannte: Ein aus Geistlichen und Mitgliedern des städtischen Rates zusammengesetztes Gremium, das Ehegericht, beanspruchte die Rolle eines Sittengerichts und überwachte den Lebenswandel der Bürger, bis hin zum sonntäglichen Kirchgang. in der Ansicht, wie die ewige Seligkeit erlangt werden könne. Die Räte der Stadt Bern standen ähnlich wie diejenigen von Zürich seit 1521 in einem kirchenrechtlichen Konflikt mit den Bischöfen von Konstanz und Lausanne, da sie in kirchlichen Streitigkeiten den letzten Entscheid beanspruchten. 1585 erliess der Rat von Bern ein Täufermandat, das die Täufer u. a. mit der meist tödlich endenden Galeerenstrafe bestrafte. Hierbei war die Kirche dem Staat übergeordnet. 1647 schlossen die Kantone das «Defensionale von Wil» ab, das einen gemeinsamen Kriegsrat schuf und ein Bundesheer von 36'000 Mann. Gott wurde als allmächtig, Ehrfurcht einflössend und gnädig gesehen und entsprechend dem reformatorischen Grundsatz sola gratia – «allein aus Gnade» stimmte Calvin mit Luther und Zwingli überein, dass Gottes Gnade und nicht die Zugehörigkeit zu einer kirchlichen Organisation oder menschlicher Verdienst die zentrale Rolle in der Errettung habe; sie massen der Souveränität Gottes und damit verbunden, der Prädestinationslehre eine wichtige Bedeutung zu; dies erhellt auch die Ablehnung des Ablasshandels. Die Prädestinationslehre wurde nicht nur von Calvin, sondern von allen führenden Reformatoren[22] seiner Zeit als biblische Lehre vertreten, besonders von Luther[23][24], aber in der Lutherischen Kirche später abgeschwächt. Anlass für die Eskalation war das sog. Der Dreissigjährige Krieg brachte den eidgenössischen Bauern durch den Anstieg der Lebensmittelpreise ungeahnten Wohlstand. Im darauffolgenden Jahr veranstaltete der Rat der Stadt Zürich am 29.1.1523 eine erste Disputation, ein wissenschaftliches Streitgespräch, mit dem Ergebnis, dass ZWINGLIS Ansichten gebilligt wurden. In Solothurn müssen die Reformierten nach einer misslungenen Erhebung den Kanton verlassen, die Fürstabtei St. Gallen wurde 1532 wiederhergestellt – die Stadt St. Gallen war nun eine reformierte Insel im katholischen Fürstenland. sank die Eidgenossenschaft wegen ihrer engen finanziellen, wirtschaftlichen und militärischen Verbindungen mit Frankreich fast in den Status eines französischen Protektorats ab. Als 1597 die Konfessionen im paritätischen Kanton Appenzell aneinandergerieten, konnte unter eidgenössischer Vermittlung durch eine Teilung des Kantons in zwei Halbkantone der Streit gelöst werden. Das Denkmal des Schweizer Reformators Ulrich Zwingli vor der Wasserkirche in Zürich. Beide versuchten nun ein christliches Gemeinwesen nach ihren strengen Vorstellungen aufzubauen. Im Falle von Konstanz führte die Unterwerfung durch Habsburg zur erzwungenen Rekatholisierung. Die Reformation hebt die Welt aus den Angeln und spaltet die Schweiz – und mit ihr die Schweizer Wirtschaft. So zogen die meisten nach Zürich, wo sie aufgenommen wurden und sich in Handel und Handwerk betätigen konnten. Direkte Steuern erhoben die Städteorte bis zum Untergang der Eidgenossenschaft nicht mehr, um die Landschaft nicht zu provozieren. Von den Entdeckungen bis zum 30jährigen Krieg (1450-1650), Herausbildung des Buchmarktes bis zur Spätaufklärung. Bereits 1555 hatte Zürich in kleinerem Ausmass von der Vertreibung der Reformierten aus Locarno profitiert, da damit der Textilhandel mit Italien und die neue Seidenindustrie in Stadt kam. In der R. der Schweiz sind die Frauen im Vergleich zu … spanischen Mailand und förderten eine Erhebung der Veltliner Untertanen gegen die Bündner Herrschaft, die in der Ermordung und Vertreibung der Reformierten in den Bündner Untertanengebieten, dem Veltliner Mord mündete. Heiligenbilder, Klöster, Prozessionen und Wallfahrten, Fastenzeit, Zölibat, Kirchenmusik, Ablass und die Sakramente mussten weichen. Gemäss dem Charakter der Eidgenossenschaft als Staatenbund ging die Reformation in der Schweiz von verschiedenen Zentren aus und wurde von verschiedenen Reformatoren angeregt. Als Frankreich 1668 die unter eidgenössischem Schutz seit 1522 neutralisierte Freigrafschaft Burgund besetzte, erneuerten die Kantone zwar das Defensionale, schritten aber nicht ein. B. auch im griechisch orthodoxen Bekenntnis von Dositheus[25] und wurde auch später innerhalb katholischer Kreise vertreten. 1587 trat Spanien, damals die Führungsmacht der Katholiken in Europa, diesem Bund bei und erhielt dafür nicht nur Unterstützung in der Form von Söldnern, sondern auch ein Durchmarschrecht aus der Lombardei nach Deutschland. Der Genfer Reformator Farel hielt den durchreisenden Calvin 1536 in Genf fest, da er dessen Unterstützung bei der Verbreitung des neuen Glaubens in den gerade von Bern eroberten Gebieten der Westschweiz gewinnen wollte. Seine Predigten hält er in deutscher Sprache ab, er liest aus dem Neuen Testament vor – ein Vorhaben, dass so zu dieser Zeit eher unüblich erscheint und zu heftigen Diskussionen unter den Priestern führt. Die politischen Behörden Zürichs folgten den Lehren und Weisungen Zwinglis nach zwei Disputationen 1523 und liessen zu, dass die Bilder und Altäre aus den Kirchen entfernt wurden (→Reformatorischer Bildersturm), die Messe verändert und die Klöster aufgehoben wurden. Bald regte sich Widerstand gegen die neuen christlichen Vorschriften. Ein Hauptziel der Reformatoren war soli deo gloria – «Gott allein die Ehre», und das persönliche Seelenheil oder die Erneuerung der Gesellschaft wurde als Konsequenz der biblischen Wahrheit betrachtet. Und ihre Beziehung sorgte für den Auslöser der Reformation in Zürich 1522: Ein Wurstessen nach Aschermittwoch im Hause Froschauers verursachte ­einen heftigen Streit in der kirchlichen ­Szene Zürichs. Letztlich war es der Einfluss Berns, der Zwingli zum Frieden zwang, da Bern im Westen seit 1526 in einen Konflikt mit Savoyen um Genf verwickelt war und einen Schulterschluss zwischen Savoyen, dem Wallis und den fünf inneren Orten auf jeden Fall verhindern wollte. Das Bündnis ermöglichte eine weiträumige Rekatholisierung im Fürstbistum Basel (→ Badener Vertrag 1585). Im Thurgau, der Grafschaft Baden, dem Freiamt, in Rapperswil, Uznach, Windegg, Sargans und dem Rheintal war 1530 mehr als die Hälfte der Bevölkerung zum neuen Glauben übergetreten, da hier der Einfluss der Reformationszentren in der Ostschweiz sehr stark war. «Fähnlilupf». Die katholischen Orte hatten sich bis 1562 geweigert, Gesandte an das Konzil nach Trient zu entsenden. Beide verfolgten einen theologischen Kurs, der gegenüber jenem Luthers eigenständig war. Zwingli starb im Zweiten Kappeler Krieg in der Albis-Bergkette, der aufgrund der Erfolge der protestantischen Bewegung entbrannt war. 1632 lehnte die Tagsatzung ein Bündnisangebot des schwedischen Königs Gustav Adolf ab. Beitrag zum Reformationssonntag in der Schweiz (1. Die konfessionelle Spaltung der Eidgenossenschaft wurde auch durch die Franzosenzeit nach 1798 nicht beseitigt und trug massgeblich zum Sonderbundskrieg von 1847 bei.